Eden Hazard
Kaum ein Spieler dominierte die Premier League von 2016 bis 2018 so sehr wie der Belgier Eden Hazard beim FC Chelsea. Besonders seine letzte Saison in London 2018/19 sticht hierbei heraus – 31 Scorerpunkte in 37 Spielen in der Liga und der Europa-League-Titel im Finale gegen Benfica Lissabon.

All das genügte Hazard jedoch anscheinend nicht, bereits in der Pressekonferenz nach dem großen Triumph gab der 28-Jährige nämlich bekannt, dass er den Verein im Sommer verlassen würde. Seine nächste Mission sah das Top-Talent in Spanien bei Real Madrid, die nicht lange zögerten und Hazard für 115 Millionen Dollar verpflichteten.

Seine Aufgabe war klar: So gut wie möglich den nach Juventus gewechselten Cristiano Ronaldo ersetzen. Dass Hazard den Portugiesen nicht vollwertig ersetzen können würde, war vermutlich den meisten Real Fans bewusst, dass der Belgier in keiner seiner drei Saisons mehr als drei Tore erzielen würde, hatten die Madrid Bosse bei dem Transfer allerdings definitiv auch nicht geplant – keine gute Bilanz für den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte.


Ousmane Dembélé
Ähnlich lautet die Geschichte des Rekordtransfers der Katelanen. Bei Dortmund spielte der Franzose 2016/17 eine überragende Saison und wurde schließlich vom FC Barcelona für eine unglaubliche Summe von 140 Millionen Dollar verpflichtet.

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Kaum angekommen fingen die Verletzungsprobleme bereits an. Von Oberschenkelverletzung über Muskelbündelriss bis hin zu Knieverletzungen war alles dabei – in der ersten Saison absolvierte Dembélé nur 17 Spiele.

Insgesamt kommt der Flügelspieler in 150 Spielen auf 66 Scorerpunkte und ist damit kein kompletter Flop, die 140 Millionen Dollar, die der spanische Verein für ihn blechen musste, allerdings definitiv auch nicht wert.

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Philippe Coutinho
Auch der nächste Flop geht auf das Konto des FC Barcelona und trägt den Namen Philippe Coutinho. Mit einer Ablösesumme von 135 Millionen Dollar war er sogar fünf Millionen Dollar billiger als Dembélé, seine Leistungen enttäuschten allerdings gleichermaßen.

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32 Scorerpunkte in 92 Ligaspielen scheinen auf den ersten Blick ertragbarer als gedacht, Coutinho fand allerdings nie wirklich seinen Platz in der Mannschaft und stand in wichtigen Spielen gar nicht in der Startelf – nicht unbedingt das, was man von einem 135 Millionen Dollar Transfer erwartet.

Sehr ironisch war zudem, als der Brasilianer 2020 in seinem Leihjahr bei dem FC Bayern deutlich bessere Leistungen zeigte und seinen eigenen Verein mit zwei Toren in der historischen 2-8 Niederlage in der UCL blamierte.


Harry Maguire
Die derzeitige Witzfigur des englischen Fußballs ist unser nächster Spieler auf der Liste. 2019 war Manchester United auf der Suche nach einem Innenverteidiger, um ihre Defensivprobleme zu lösen und entschieden sich dafür, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und Harry Maguire von Leicester City für 85 Millionen Dollar zu verpflichten.

Dort hatte sich der 1,94 Meter große Verteidiger zu einem der vielversprechendsten Innenverteidiger der Welt entwickelt und sollte bei United den Verein wieder in die richtige Richtung bringen.

Es war der teuerste Transfer eines Verteidigers, der jemals getätigt wurde, diesem Preisschild konnte der Engländer in seinen bisherigen drei Saisons in Manchester nicht gerecht werden. Viel zu fehleranfällig ist der Innenverteidiger – ganze Zusammenstellung seiner Fehler kann man auf Youtube auffinden.

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Nicolas Pépé
Schwer vorzustellen, dass ein Verein genug Geld für Nicolas Pépé bezahlen würde, damit er auf einer Liste für die größten Transferflops überhaupt infrage kommen könnte – der FC Arsenal hat allerdings schon einige interessante Entscheidungen getroffen.

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Als der gebürtige Franzose 2018/19 für 80 Millionen Dollar vom OSC Lille nach London wechselte, schien der Betrag tatsächlich gar nicht so überirdisch. Mit Nicolas Pépé bekam man einen 24-jährigen Flügelspieler, der in der Ligue 1 in 38 Spielen 33 Scorerpunkte erzielen konnte.

Diese Leistung konnte Pépé allerdings nicht einmal annähernd beim FC Arsenal replizieren. In 112 Spielen erzielte der Rechtsaußen 27 Tore, tauchte in wichtigen Spielen regelmäßig komplett unter und verlor in der diesjährigen Saison gar seinen Platz in der Start-11 an Youngster wie Bokayu Saka, Emile Smith Rowe oder Martin Ødegaard – nicht unbedingt die Entwicklung, die man sich von dem teuersten Transfer seiner Vereinsgeschichte erhoffen würde.


 

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Veröffentlichungsdatum: 10.06.22

Über den Autor
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Linus studiert derzeit im 4. Semester Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Seit März absolviert er im Rahmen seines Studiums sein Pflichtpraktikum bei mmc sport in München.

Neben Fußball interessiert er sich insbesondere auch für Handball und Basketball.

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