Endlich gibt es die Bestätigung für alle Rennsportfans! In dieser Woche hat die FIA den vorläufigen Rennkalender für die Formel 1 Saison 2020 bis September herausgegeben. Die Saison zum 70. Jubiläum findet also doch noch statt. In den vergangenen 70 Jahren hat sich der Rennkalender der Königsklasse des Motorsports rapide verändert – vor dem Start der Saison blicken wir auf die Top-4 Strecken, die unbedingt in den Rennkalender zurückkehren müssen.

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Jerez

Die Rennstrecke von Jerez wird auch heute noch vom Motorsport genutzt – die Formel 1 ist allerdings nicht mehr zu Gast. Die Königsklasse hat im Süden von Spanien zuletzt im Jahr 1997 Halt gemacht. Doch mit der FIA Bewertung der Klasse 1 könnte hier immer noch ein Formel 1 Rennen ausgetragen werden. 2017 fand in Jerez sogar ein Rennen der Formel 2 statt.

Auch wenn Motorsport-Fans schon seit mehr als 20 Jahren nur noch von einem Rennen in Jerez träumen können, war die Strecke zu ihrer Zeit im Rennkalender Austragungsort einiger spektakulärer Rennen. Das Saisonfinale 1997 inklusive des Crashs zwischen Schumacher und Villeneavue oder der atemberauende Zweikampf zwischen Ayrton Senna und Nigel Mansell, an dessen Ende Senna 0,014 Sekunden vor Mansell ins Ziel kam sind nur zwei von deutlich mehr Bewerbungsschreiben für ein Rennen in Jerez.

Um sich den Gegebenheiten der heutigen Autos anzupassen, bedarf es zwar einiger Änderungen an der Strecke, aber es ist definitiv vorstellbar, dass die Strecke in Südspanien den Platz von Barcelona im Rennkalender einnimmt.

 

Imola

Das letzte Rennen in Imola fand im Jahr 2006 statt, doch die Strecke, die eine gute Autostunde außerhalb von San Marino liegt, wird immer wieder für eine Rückkehr in den Rennkalender ins Gespräch gebracht. An Anfang der Coronakrise wurde diese Strecke sogar als Ausweichmöglichkeit für den GP von China gehandelt, doch die Ausbreitung der Pandemie auf den ganzen Globus und der verspätete Saisonstart machten die Pläne zunichte.

Wie auch schon die Strecke in Jerez ist Imola zwar akutell nicht optimal ausgelegt für die Rennwagen, mit den neuen Regularien zur Saison 2022 könnte der Rundkurs aber wieder deutlich besser zu den Wagen passen. Überholen ist in Imola ein schwieriges Unterfangen und ein Duell wie im Jahr 2005 zwischen Michael Schumacher und Fernando Alonso könnte unter heutigen Umständen sehr frustrierend sein, doch ein Rennen im Zwergstaat hätte definitiv seinen Reiz.

 

Nürburgring

Direkt einmal zu Beginn: Nein, hier reden wir nicht von der Nordschleife. Die grüne Hölle ist deutlich zu gefährlich für die Königsklasse des Motorsports, aber der Grand Prix-Kurs hätte sich definitiv ein Comeback verdient. Der Nürburgring ist auf Grund von finanziellen Problemen seit 2013 nicht mehr im Rennkalender vertreten, aber zu seiner aktiven Zeit fanden einige unglaublich spektakuläre Rennen auf dem Nürburgring statt.

Das letzte Formel 1 Rennen auf dem Nürburgring fand 2013 statt.

Speziell die unvorhersehbaren und schnell wechselnden Wetterbedingungen machten das Rennen regelmäßig zu einer echten Lotterie und bei den Formel 1 Wetten zu einem echten Kassenschlager. Im Jahr 1999 fand hier eines der interessantesten Rennen der Formel 1 Geschichte statt, als Coulthard, Fisichella, Frentzen und Ralf Schumacher allesamt an der Spitze des Rennens ausschieden und das Steward Team ihren ersten und einzigen Sieg in der Formel 1 feiern konnte.

Bei trockenen Bedingungen ist der Nürburgring aber eine sehr spannende Strecke für die Formel 1 und könnte mittelfristig definitiv wieder einen Platz in der Saison finden.

 

Sepang

Der Große Preis von Malaysia ist trotz seiner Einführung im Jahr 1999 bereits ein Klassiker. Die Strecke wurde von Tilke entworfen und gilt als einer seiner besten Entwürfe überhaupt. Die herausfordernde Charakteristik des Rundkurses hat einige extrem spannende Rennen beheimatet und nachdem die Strecke an den Anfang der Saison platziert wurde, spielte vor allem das wechselnde Wetter eine große Rolle - hier waren tolle Formel 1 Quoten garantiert.

Im Jahr 2009 gab es das große Regenchaos in Malaysia.

Im Jahr 2009 wurde das Rennen nach tropenartigen Regenfällen sogar abgebrochen, weil die Fahrer in der Gischt des Regens kaum noch Bremslichter des Autos vor sich erkennen konnten. Da das Rennen nicht zu mindestens 75% abgeschlossen wurde, wurde es nur mit der Hälfte der Punkte bewertet. Auch der „Multi 21-Gate“ zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber, als Vettel seinen klar schnelleren Teamkollege nicht vorbei ließ fand in Malaysia statt. Viele Fans verdrücken wohl immer noch eine Träne, wenn sie an die Rennen in Sepang zurückdenken.

*Die Rechte an dem Bild liegen bei Vincent Thian / AP Photo*

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