Schon zum fünften Mal seit der Saison 2004/2005 treffen Chelsea und der FC Barcelona in der KO-Phase der Champions League aufeinander. Dabei ging es immer sehr eng zu. Nie konnte eine der beiden Mannschaften sowohl das Hin-, als auch das Rückspiel für sich entscheiden. Wir geben einen Überblick über die letzten vier Duelle, bevor die Blues und die Katalanen in der kommenden Woche im Achtelfinale erneut aufeinandertreffen.

Achtelfinale 04/05: Chelsea dreht im Rückspiel auf

Nachdem sich beide Mannschaften souverän für die KO-Phase qualifizieren konnten, begegneten sich Barcelona und Chelsea zunächst im Camp Nou. Dabei standen sich mit Ronaldinho, Deco, Eto´o,  Drogba und Frank Lampard absolute Superstars der damaligen Zeit gegenüber. Gleichzeitig war es das Aufeinandertreffen der Top-Trainer Frank Rijkaard und José Mourinho.

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Beide Teams hatten zahlreiche Möglichkeiten. Doch jubeln durfte nur der Gast, nachdem Juliano Belletti eine Hereingabe von Damien Duff ins eigene Tor beförderte.

Die entscheidende Szene der Begegnung spielte sich jedoch nach ungefähr einer Stunde ab, als Didier Drogba seiner Mannschaft mit einer unnötigen gelb-roten Karte einen Bärendienst erwies. Das Spiel kippte im Anschluss zugunsten der Katalanen und der eingewechselte Maxi López und Samuel Eto´o münzten den 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg um.

Beim Rückspiel an der Stanford Bridge führte Chelsea nach 30 Minuten bereits eindrucksvoll mit 3:0. Ronaldinho machte das Spiel durch einen Doppelpack noch vor der Pause wieder spannend. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein wahres Offensivspektakel. Doch es dauerte bis zur 76. Minute, ehe John Terry die Blues durch seinen Treffer zum 4:2 in die nächste Runde köpfte.

Achtelfinale 05/06: Barcelonas Revanche

Im Achtelfinale der Saison 2005/2006 trafen Chelsea und Barcelona erneut aufeinander. Die Katalanen wollten sich dabei für das Ausscheiden im Vorjahr revanchieren.

Trotz eines frühen Platzverweises für London in Person von Asier del Horno, sahen die Fans bis zur 59. Minute eine durchwachsene Partie. Danach nahm das Spiel an Fahrt auf. Zunächst brachte ein Eigentor von Thiago Motta die Stanford Bridge zum Beben, ehe John Terry in der 72. Minute dasselbe Kunststück zum Ausgleich für Barcelona gelang. Der Schlusspunkt der Begegnung war Samuel Eto´o vorbehalten. Nach toller Flanke von Rafael Marquéz köpfte er zum umjubelten Siegtreffer für die Blaugrana ein.

Mit dem Auswärtssieg im Rücken wollten die Katalanen im Camp Nou den Einzug ins Viertelfinale klarmachen. Mit der Offensivreihe Ronaldinho, Messi und Eto´o dauerte es bis zur 78. Minute, ehe Ronaldinho nach feiner Einzelleistung seine Farben in Führung schoss und für die Vorentscheidung sorgte. Der Ausgleich durch Frank Lampard in der Nachspielzeit fiel zu spät.

Halbfinale 08/09: Emotionen pur an der Stanford Bridge

 

Nachdem sich beide Teams in der Saison 2008/2009 bis ins Halbfinale vorkämpfen konnten, empfingen die Katalanen um Lionel Messi und Thierry Henry die Blues zum Hinspiel im Camp Nou.

In einer intensiven Partie scheiterten beide Mannschaften ein ums andere Mal  an den glänzend aufgelegten Torhütern Victor Valdés und Petr Cech, sodass am Ende das bislang einzige torlose Unentschieden zwischen diesen Mannschaften in der Geschichte der Champions-League feststand.

Das Rückspiel an der Stanford Bridge eine Woche später war das wohl mit Abstand emotionalste Aufeinandertreffen dieser beiden europäischer Schwergewichte. Die Ausgangssituation mit dem 0:0 aus dem Hinspiel war komfortabel für die Blues. Mit den Fans im Rücken hofften sie, den Finaleinzug aus dem Vorjahr wiederholen zu können.

Die Partie begann vielversprechend für die Elf von Guus Hiddink, denn Michael Essien brachte Chelsea mit einem fulminanten Weitschuss bereits in der neunten Minute in Führung. Mit etwas Glück wäre auch ein weiterer Treffer für die Londoner möglich gewesen.

Im weiteren Verlauf der Partie rückte Schiedsrichter Tom Henning Ovrebö immer mehr in den Vordergrund. Allein bis zu Andres Iniestas wunderschönem Ausgleichstreffer in der 88. Minute forderten die Blues vier! Mal Elfmeter, teilweise absolut zu Recht.

In der Nachspielspeit kochten die Emotionen dann über. Nachdem der Referee bei einem Handspiel von Samuel Eto´o erneut nicht auf den Punkt zeigte, rannte zunächst Michael Ballack wild gestikulierend auf den Unparteiischen zu. Nach dem Schlusspfiff brannten auch bei Didier Drogba die Sicherungen durch. Der Ivorer stürmte Richtung Schiedsrichter Ovrebö und konnte nur mit viel Mühe zurückgehalten werden. Es brachte alles nichts, Barcelona stand im Endspiel.

Halbfinale 11/12: Chelsea macht in Unterzahl alles klar

Die Chance auf Revanche für das Ausscheiden im Halbfinale 2008/2009 bot sich den Blues in der Saison 2011/2012 erneut in der Vorschlussrunde.

Im Hinspiel an der Stanford Bridge wollte sich der FC Chelsea eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Camp Nou erarbeiten. Doch der FC Barcelona dominierte den ersten Abschnitt. Alexis Sánchez, Cesc Fabregas und Messi vergaben beste Möglichkeiten für die Elf von Pep Guardiola. So kam es wie es kommen musste. Nach einem Ballverlust von Messi  im Mittelfeld vollendete Didier Drogba einen schönen Spielzug über Lampard und Ramires, in dem er das Leder mit links in der 45. Minute zur Führung für Chelsea über die Linie schob.

Auch im zweiten Abschnitt hielt Petr Cech seinen Kasten sauber und verschaffte der Elf von Roberto die Matteo eine glänzende Ausgangssituation für das Rückspiel.

Im Camp Nou deutete bis zur 43. Minute jedoch alles auf einen souveränen Finaleinzug der Katalanen hin. Sergio Busquets und Andres Iniesta brachten Barcelona komfortabel mit 2:0 in Führung. Dazu flog John Terry nach einer Tätlichkeit in der 39. Minute vom Platz. Doch Chelsea schlug zurück. Ramires gelang in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus dem Nichts der überraschende Anschlusstreffer zum 1:2.

Im zweiten Abschnitt drängte Barcelona auf den dritten Treffer. Allein Messi vergab mehrere Hochkaräter. Zunächst scheiterte er mit einem Foulelfmeter an der Latte, später stand ihm der Pfosten im Weg.

Der FC Chelsea kämpfte in Unterzahl aufopferungsvoll und wurde mit dem 2:2 in der Nachspielzeit durch Fernando Torres belohnt. Den Blues gelang die Revanche und sie zogen ins Endspiel ein, welches sie bekanntlich in München gegen die Bayern im Elfmeterschießen gewannen.

Ausblick

Nun schreiben Chelsea und der FC Barcelona also das nächste Kapitel ihrer Geschichte. Dabei geht der FC Barcelona dieses Mal als klarer Favorit in das Duell. In der Liga führen die Katalanen die Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung an und zeigten die komplette Saison konstant gute Leistungen. Zudem kann Trainer Valverde personell fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Thomas Vermaelen (verletzt) und Philipp Coutinho (noch keine Spielgenehmigung) stehen Valverde nicht zur Verfügung. Gewinnt der FC Barcelona das Hinspiel winkt eine 2.05–Quote.

Chelsea ist trotz des jüngsten 3:0-Erfolgs in der Liga gegen West Bromwich Albion weit von der Bestform entfernt. Gegen Bournemouth  (0:3) und den FC Watford (1:4) gab es zuletzt deutliche Niederlagen gegen Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle. Schaffen die Blues dennoch die Überraschung und siegen an der heimischen Stanford Bridge, wird dies mit einer 3.80–Quote belohnt.

Der FC Chelsea ist vor heimischem Publikum durchaus anfällig. Im Heimspiel gegen Bournemouth beispielsweise hagelte es drei Gegentore (0:3). Offensiv ist Chelsea in der Champions-League immer der ein oder andere Treffer zuzutrauen. In der Gruppenphase erzielten die Blues satte 16 Tore. Es darf also mit einem torreichen Spiel gerechnet werden, denn auch Barcelonas Offensive um Messi und Suárez ist bekanntlich brandgefährlich.

Fallen über 3,5 Tore im Spiel gibt es eine starke 3.50-Quote.

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