Ein Saisonstart zum Vergessen

Den Startschuss für Leipzig in die Saison 2022/23 lieferte das Finale des deutschen Supercups gegen den FC Bayern München. Auch wenn die 3:5-Niederlage nicht wirklich überraschend war, die Art der Pleite sollte sinnbildlich für den Start der Saison sein.

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Nach fünf Spielen steht der amtierende DFB-Pokalsieger mit nur fünf Punkten auf Platz Elf der Tabelle und das trotz eines vergleichbar einfachen Spielplans. Der einzige Sieg der Saison gelang gegen den Vorletzten aus Wolfsburg, gegen Köln und Stuttgart schaffte man nur eine Punkteteilung und aus Berlin und Frankfurt reiste man jeweils mit Null Punkten nach Hause.

Den entscheidenden Auslöser für die endgültige Entlassung Tedescos lieferte die 1:4-Auftaktpleite in der UCL zu Hause gegen Shachtar Donezk. Es war bereits das dritte Mal in sieben Pflichtspielen 2022/23, dass der RB in einem Spiel vier oder mehr Tore kassierte.

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Wer ist Marco Rose?

Als gebürtiger Leipziger kennt Rose auf jeden Fall die Stadt aber passt er auch zum Verein? Über den 1. FSV Mainz 05 und Lokomotive Leipzig landete der 45-jährige 2013 bei RB Salzburg und übernahm schließlich 2017 seine erste Mannschaft als Cheftrainer. In zwei Jahren Amtszeit gelang es ihm zwei Meistertitel und einen Pokalsieg zu feiern.

Seine nächste Station in Mönchengladbach verlief solide. Nach Platz 4, Platz 8 und einem Punkteschnitt von 1,61 wurde er jedoch 2021 erneut nach nur zwei Jahren entlassen. 

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Wie schon zuvor nutzte Rose jedoch auch dieses Mal die Entlassung, um erneut zu einem größeren Verein zu springen. Riesig waren die Erwartungen als Rose zur Saison 2021/22 als Cheftrainer beim BVB übernahm – das Ergebnis lässt sich jedoch nur als enttäuschend beschreiben. Frühes Ausscheiden im DFB-Pokal, Champions League und Europa League bedeuteten für Rose dieses Mal bereits das Aus nach nur einem Jahr und nun der Wechsel zum RB Leipzig.


Wie geht es bei RB weiter?

Auf der Antritts-PK erklärte Rose: „Wir brauchen Stabilität. Die müssen wir uns holen über mehr Aktivität in unserem Spiel. Wir müssen die Dinge mehr in unsere Hand nehmen. Auch, wenn das kein Vorwurf gegen Domenico sein. Doch jetzt sitze ich hier und werde einiges umkrempeln. Ich werde nicht schauen, dass wir nur keine Tore kassieren, sondern früh selbst angreifen.“ 

Lange hat er jedoch nicht, um für diese Stabilität zu sorgen – der bevorstehende Spielplan hat es nämlich in sich. Den Auftakt bildet das Widersehen mit Roses letztem Verein, dem BVB, welche mit fünf Siegen aus sechs Spielen stark in die Saison gestartet sind. Am sechsten Spieltag wartet in Mönchengladbach gleich der nächste ehemalige Verein – die Fohlen stehen mit acht Punkten aus fünf Spielen nur zwei Tabellenplätze über dem RB.

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Wichtig wird vor allem sein, sich von der Auftaktniederlage gegen Donezk zu erholen. Im nächsten Spiel wartet in Madrid zwar eine Mammutaufgabe, in der Gruppe F mit den Celtic Rangers sollte für Leipzig Platz Zwei jedoch weiterhin das Ziel bleiben - mehr hierzu in unserer Prognose für Leipzig 2022/23.


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Über den Autor
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Linus studiert derzeit im 4. Semester Sportwissenschaft an der Technischen Universität München. Seit März absolviert er im Rahmen seines Studiums sein Pflichtpraktikum bei mmc sport in München.

Neben Fußball interessiert er sich insbesondere auch für Handball und Basketball.

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